Alleinerziehende in Münster

Online-Orientierungshilfe und Wegweiser

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Auch wenn das Kind während der berufsbedingten Abwesenheit der Eltern gut versorgt ist, kann eine Erkrankung es erforderlich machen, dass Mutter oder Vater zu Hause bleiben, um es zu betreuen.

Berufstätige Eltern können für den unten genannten Zeitraum eine unbezahlte Freistellung vom Arbeitgeber erhalten. Dem Arbeitgeber muss jedoch ein ärztliches Attest über die Pflegenotwendigkeit und -dauer vorgelegt werden.

Der Verdienstausfall kann durch die Krankenkasse erstattet werden.

Hierauf besteht ein Rechtsanspruch:

SGB V, § 45 Krankengeld bei Erkrankung eines Kindes
(1) Versicherte haben Anspruch auf Krankengeld, wenn es nach ärztlichem Zeugnis erforderlich ist, dass sie zur Beaufsichtigung, Betreuung oder Pflege ihres erkrankten und versicherten Kindes der Arbeit fernbleiben, eine in ihrem Haushalt lebende Person das Kind nicht beaufsichtigen, betreuen oder pflegen kann und das Kind das 12. Lebensjahr noch nicht vollendet hat oder behindert und auf Hilfe angewiesen ist.*
(2) Anspruch auf Krankengeld nach Absatz 1 besteht in jedem Kalenderjahr für jedes Kind längstens 10 Arbeitstage, für allein erziehende Versicherte längstens für 20 Arbeitstage. Der Anspruch nach Satz 1 besteht für Versicherte für nicht mehr als 25 Arbeitstage, für allein erziehende Versicherte für nicht mehr als 50 Arbeitstage pro Kalenderjahr.

(*Einige Krankenkassen haben dies in ihrer Satzung auf das vollendete 14. Lebensjahr ausgeweitet.)

Das "Kinderkrankengeld" wird in Höhe des gesetzlichen Krankengeldes gezahlt, es errechnet sich aus 70 % des beitragspflichtigen Arbeitseinkommens  und darf 90 % des Nettoarbeitsentgelts nicht überschreiten.

Das Geld wird von dem Tag an gezahlt, an dem die Voraussetzungen erfüllt sind.
Weitere Informationen können bei der jeweiligen Krankenkasse erfragt werden.